Bauchronik der Feldsteinkirche in Olderup (Quelle: ChatGBT)
Kurzprofil
Die Kirche in Olderup gehört zu den ältesten Dorfkirchen in Nordfriesland. In den Quellen gibt es allerdings zwei Datierungsrichtungen: Die Kirchengemeinde Hattstedt-Olderup nennt als vermutete Entstehungszeit um 1050 n. Chr., während andere Übersichten die Kirche allgemeiner als Feldsteinkirche aus dem 12. Jahrhundertbeziehungsweise als erhaltenen Kirchenbau um 1200einordnen. Am saubersten ist deshalb die Formulierung: „vermutlich 11./12. Jahrhundert, vielleicht um 1050, sicher romanisch-mittelalterlich.“
Bauchronik nach Zeitabschnitten
um 1050
Vermutete Entstehung der Olderuper Kirche
Die Kirchengemeinde Hattstedt-Olderup beschreibt die Olderuper Kirche als eine der ältesten Kirchen der Nordkirche und nennt eine vermutete Entstehung um 1050 n. Chr.Diese Angabe ist wichtig, sollte aber vorsichtig als „vermutet“ formuliert werden.
11./12. Jahrhundert
Romanischer Ursprungsbau aus Feldstein
Die Kirche wird als alte romanische Feldsteinkirchebeschrieben. Besonders bemerkenswert ist, dass sie im Wesentlichen ihre ursprüngliche Form behalten haben soll und nicht durch größere Anbauten erweitert wurde.
12. Jahrhundert
Saalkirche aus verputzten Feldsteinen
Eine weitere Beschreibung datiert die Saalkirche aus verputzten Feldsteinen in das 12. Jahrhundert. Der Bau besteht aus einem Langhaus und einem eingezogenen, gerade geschlossenen Chor im Osten.
um 1200
Einordnung unter den ältesten erhaltenen Kirchenbauten Nordfrieslands
Das Nordfriesland-Lexikon nennt Olderup als Beispiel für die ältesten bis heute erhaltenen Kirchenbauten Nordfrieslands und setzt diese Gruppe etwa um 1200an. Das passt grundsätzlich zur romanischen Bauform, steht aber etwas später als die Datierung der Kirchengemeinde.
Ursprungszeit / Mittelalter
Granittaufbecken
Das Taufbecken aus Granit stammt nach einer Beschreibung aus der Erbauungszeit und gehört damit zu den ältesten erhaltenen Ausstattungsstücken der Kirche.
Mittelalterlicher Bestand
Schmaler Zugang zum Altarraum
Als selten erhaltenes Detail wird der original erhaltene schmale Eingang zum Altarraum in romanischer Formgenannt. Das ist für die Baugeschichte besonders interessant, weil solche frühen Öffnungen später oft verändert oder vergrößert wurden.
ca. 1220
Thronende Muttergottes aus Olderup
Aus Olderup stammt eine „Thronende Muttergottes mit Kind“ aus Eichenholz, datiert auf ca. 1220. Sie befindet sich heute im Landesmuseum Schloss Gottorf und wurde 1905 an das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum in Kiel entliehen.
1905
Entleihung der mittelalterlichen Muttergottes
Die Muttergottesfigur aus Olderup wurde 1905 an das Schleswig-Holsteinische Landesmuseum in Kiel entliehen. Für die Chronik ist das kein Bauereignis, aber ein wichtiger Punkt zur Ausstattungsgeschichte.
1937
Brand in der Kirche
Nach einem Brand im Jahr 1937wurde die Kirchenausstattung erneuert. Erhalten blieb dabei vor allem das alte Granittaufbecken aus der Erbauungszeit.
1938/1939
Wiederherstellung der romanischen Fenster
Die kleinen romanischen Fenster wurden 1938/1939 wiederhergestellt. Das ist ein wichtiger Hinweis darauf, dass man bei der Wiederherstellung offenbar versuchte, den romanischen Charakter der Kirche wieder stärker sichtbar zu machen.
1963
Bronzekruzifix
Ein von Ursula Querner geschaffenes Kruzifix aus Bronze wurde 1963 angeschafft.
1988
Bildtafeln an der Emporenbrüstung
An der Emporenbrüstung wurden 1988drei geschnitzte Bildtafeln aus Eichenholz angebracht. Sie stammen von dem Künstler Ulrich Lindow aus Schobüll.
heute
Kirche mit Ausstattung unter Denkmalschutz
Die Kirche ist als Kulturdenkmal beziehungsweise als „Kirche mit Ausstattung“ in der Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein geführt. Zur Kirche gehört außerdem ein separates Glockenhaus beziehungsweise ein Glockenturm.